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SSL-VPN unter ETCH / Lenny

Debian SSL-Explorer

erstellt 08.2008

Bei der Suche einen Remotezugang in unser Netzwerk für mehrere Benutzer mit unterschiedlichen Berechtigungen von vielen Standorten ohne großen Installationsaufwand am Client viel die Entscheidung schnell auf eine SSL-VPN Verbindung. Eine reine SSL-VPN Lösung verbindet gleich ganze Netzwerke oder Systeme, aber meine Daten und Ausdrücke sollten im Unternehmen bleiben, und nicht durch Würmer erweitert werden. Welches System ist GNU und bietet eine Administrationsoberfläche sowie eine einfache Handhabung für unsere Anwender (DAU's), der SSL-Explorer.

Der Nachfolger vom SSL-Explorer ist der ADITO VPN nach dem die Weiterentwicklung von 3SP eingestellt worden ist.
Eine Anleitung finden sie hier.

SSL-Explorer Testzugang
von www.netatvision.de

Login
Benutzer: demo.ssl
Passwort: nav

Download SSL-Explorer

SSL-Explorer

SSL-Explorer im Überblick:
  - Standortunabhängig, einfach übers Internet oder LAN
  - Uneingeschränkte Anzahl gleichzeitiger Verbindungen
  - Zugriff auf beliebige Anwendungen
  - stellt eine virtuelle VPN Verbindung her
  - Nutzung verschiedenster Betriebssysteme
  - Einfach mit einem Internet-Browser
  - GNU - damit kostenlos

SSL-Explorer


Systemvoraussetzungen

  • DSL mit fester IP-Adresse oder eine genamte über z.B.: DynDNS (zum testen währe eine weite Internetverbindung von Vorteil
    ACHTUNG: nicht aus dem gleichen Netzt!)
  • Router mit Weiterleitung.
  • Zwei Rechner oder eine virtualisierte Umgebung.

  • Funktionsweise

    Eine SSL-Explorer-Sitzung läuft vereinfacht dargestellt in folgenden Schritten ab:
  • Der Benutzer verbindet sich über einen Browser mit der Login-Seite des SSL-Explorers.
  • Dort melden er sich an und gelangt auf das Benutzerinterface.
  • Hier werden nur Ressourcen angezeigt auf die er auch zugreifen darf.
  • Nach Bedarf wird dem Anwender über den Browser ein Java-Applet heruntergeladen, welche ihm den nötigen Zugriff auf die Ressourcen des internen Netzes ermöglicht.
  • Der Anwender greift nun über die aufgebaute SSL-Verbindung geschützt auf die Ressourcen zu.
  • Nach der Sitzung werden die Java-Applet's beendet und gelöscht.


  • Installation

    Aus Sicherheitsgründen und der einfachheitshalber geh ich von einem frisch aufgesetzten Debian ETCH "Standard System" (ohne Zusätze) aus. Siehe Grundinstallation.

    Installieren wir erst mal uns den mc.
    $ apt-get install mc

    Da das benötigte Java aus dem non-free Softwarebereich stammt, müssen wir die sources.list anpassen.
    $ mcedit /etc/apt/sources.list
    Am Ende der Datei die Zeilen
    deb http://ftp.de.debian.org/debian/ etch main non-free contrib
    
    einfügen.
    Da wir alles nur noch aus dem Internet installieren wollen, löschen wir noch die Zeile deb cdrom.... aus der sources.list.

    Nun updaten wir unser System und installieren alle benötigten Pakete.
    $ aptitude update
    $ aptitude upgrade
    $ aptitude install build-essential
    $ aptitude install java-package
    $ aptitude install ant
    $ aptitude install sun-java5-jre
    $ aptitude install sun-java5-jdk

    Wenn alles geklappt hat sollte der Befehl java -version folgendes ausgeben.
    $ java -version
    java version "1.5.0_14"
    Java(TM) 2 Runtime Eviroment, Standard Edition (build 1.5.0_14-b03)
    Java HotSpot(TM) Client VM (build 1.5.0_14-b03, mixed mode, sharing)
    

    Sollte diese Ausgabe nicht passen, so ist vermutlich neben Suns Java noch eine weitere JVM installiert (z.B. GIJ, Sablevm, Kaffe oder Jamvm). Soll in Zukunft Suns Java als Standard verwendet werden, kann dies mit
    $ update-alternatives --config java
    Es gibt 3 Alternativen, die »java« bereitstellen
    
      Auswahl    Alternative
    --------------------------------------------------
            1    /usr/bin/gij-wrapper-4.1
    *+      2    /usr/lib/jvm/java-gcj/jre/bin/java
            3    /usr/lib/jvm/java-1.5.0-sun/jre/bin/java
            
    Drücken Sie die Eingabetaste, um die Vorgabe[*} beizubehalten,
    oder geben Sie die Auswahlnummer ein: 3
    
    für die JVM und mit
    $ update-alternatives --config javac


    Download der aktuellen Version von sourceforge.net
    Mein link auf die sslexplorer-1.0.0_RC17-src.tar.gz war
    http://downloads.sourceforge.net/sslexplorer/sslexplorer-1.0.0_RC17-src.tar.gz?modtime=1204725029&big_mirror=0
    und somit lautet die Befehlszeile:
    $ cd /opt/
    $ wget http://downloads.sourceforge.net/sslexplorer/sslexplorer-1.0.0_RC17-src.tar.gz?modtime=1204725029&big_mirror=0

    Jetzt enpacken wir das ganze
    $ tar -zxvf sslexplorer-1.0.0_RC17-src.tar.gz
    und gehen in den erstellten Ordner
    $ cd sslexplorer-1.0.0_RC17

    Jetzt kann die Installation erfolgen mit
    $ ant install

    Wenn die Bildschirminformationen alle durchgelaufen sind erschein am Schluss folgendes
    [java] Starting installation wizard................Point your browse      http://wulff.mw:28080.
    

    Windows Installation
    Auf den zweiten Rechner in das Browserfenter die Adresse mit dem Port eingeben:
    http://10.1.0.2:28080
    und den Anweisungen des Installation Wizard befolgen.

    Mann kann jeder Zeit die Installation abbrechen durch einen klick auf Cancel.
    Meine Auswahl:
    Step 1 - Configure Certificate
    · Create New Certificate
    Step 1 - Set Keystore Passphrase
    · Passphrase: | geheim,geheim
    Step 1 - Create New Certificate
    · Host name: | localhost
    · Organisational unit: | ich
    · Company: | privat
    · City: | muehldorf a. inn
    · State: | test
    Step 2 - Configure User Database
    · Built-in
    Step 3 - Configure Super User
    · Username: admin
    · Email: admin@lug.de
    · Password: admin
    Step 4 - Configure Web Server
    · [alles auf Standard belassen!]
    Step 5 - Configure Proxies
    · [alles auf Standard belassen!]
    Install SSL-Explorer Enterprise Edition
    · Nicht angekreuzt
    Die Zusammenstellung bestätigt

    Linux
    Nach Abschluss der Installation ist der Service heruntergefahren, wir müssen noch folgenden Befehl ausführen:

    Exited Installer.
    You may now restart the service


    $ ant install-service
    $ chmod 700 /opt/sslexplorer-1.0.0_RC17/sslexplorer/install/platforms/linux/x86/wrapper

    Starten wir nun den Dienst mit
    $ /etc/init.d/sslexplorer start

    Windows Installation
    Auf den zweiten Rechner in das Browserfenter die Adresse mit dem entsprechenden Port eingeben:
    https://10.1.0.2:443
    Der Brouser wird das Certifikat nicht akzeptieren, da wir es selber erstellt haben. Dieses kann Bestätigt werden, und nach dem einloggen erscheint der Startbildschirm des SSL-Explorers.

    SSL-Explorer Einrichtung

    Ein Ersatz der Bedienungsanleitung von SSL-Explorer kann ich nicht bieten!
    Aber den Ersteinstieg möchte ich erleichtern!


    !!! ACHTUNG !!!

    Sollten Sie sich nach einem Neustart vom Linux-Server nicht mehr am SSL-Explorer anmelden können, könnte es an der falschen charset der jcifs.encoding in der system.propertis liegen.
    Tragen Sie den charset Wert aus der
    /etc/java-1.5.0-sun/flovormap.properties
    STRING=text/plain;charset=iso8859-1;eoln="\n";terminators=0
    in die
    /opt/sslexplorer-1.0.0_RC17/sslexplorer/conf/system.propertis
    jcifs.encoding=ISO8859-1
    ein.
    Nach der Änderung und nach jedem Neustart des Systems muss der SSL-Explorer ein Restart bekommen.
    $ /etc/init.d/sslexplorer restart
    Dieser Fehler hat mir fast den letzten Nerv geraubt!

    Eine Anleitung in englisch für den aktuellen SSL-Explorer finden Sie als HTML und als PDF.
    Jeder Link hat eine Kurzbeschreibung die erscheint wenn man darüber verweilt.


    Managementkonsole

    Configuration


    System Configuration
    Verschiedene System-Einstellungen und Optionen rund um den SSL-VPN-Server-Explorer. Achten Sie besonders auf die Automatische Systemupdate-Funktion.

    Server
    Hier finden Sie die Grundeinstellungen für Webserver, User, Performance, Proxy und SSL, sowie Sicherheitseinstellungen wie min. Passwortlängen, maximale Verbindungsversuche und Zeitüberschreitungen.

    Resources
    Der Ressourcenabschnitt übernimmt die Einstellungen für Netzwerkumgebung, Profile und Web-Weiterleitung, sowie das löschen der Clientsoftware nach der Abmeldung.

    Windows Integration
    Alle benötigten Werte für die Windowsintegration können hinterlegt werden, wie die WINS- Adresse, NetBios- Eigenschaften, Anwendername und Passwort.

    Security Options
    Die Sicherheitseinstellungen beinhalten Mehrfachanmeldung verhindern, Beschränkung auf Adressen, Auswahl der Verschlüsselung, Einstellung der Logon- Webseite und natürlich Passwortoptionen.

    Messaging
    Einstellungen im Bezug auf den Nachrichtenversand durch den SSL-Explorer an Anwender und Verwalter. (SMTP- Server, Absender, Betreff, ...)


    Extension Store
    Hier dreht sich alles um Anwendungen, die installiert sind oder installiert werden können, sowie deren Einrichtung, (SSL-Explorer Automatic Updates-Tool)

    SSL Certificates
    Die Erstellung, Verwaltung und das exportieren der SSL-Zertifikate die im SSL-Explorer verwendet werden.

    Attribute Definitions
    Erstellung von Attribute Definitionen setzen von Werten die zum Beispiel in Applikations-Verknüpfungen verwendet werden können.


    Access Control

    Zugriffskontrolle

    Accounts
    Die Erstellung, Verwaltung und Löschung der Benutzerkonten wird hier durchgeführt. Zusätzliche Fragen nach dem Login können die Sicherheit verbessern

    Groups
    Wie alle modernen Benutzersystem biete auch der SSL-Explorer über ein Gruppensystem eine leichtere Verwaltung der Anwender (Stark abhängig vom gewählten Rechteverwaltung)

    Policies
    Hier werden die Policies erstellt und Assoziation zwischen einer Gruppe von Auftraggebern (Benutzer oder Gruppen) erstellt und anschließend kann diese Policie Zugang zu den Ressourcen ermöglichen.

    Access Rights
    Hier können Sie Zugangsrechte für Benutzer und Administratoren des Systems den Policies zuordnen.

    Authentication Schemes
    Hier werden die zur Auswahl stehenden Authentifizierungsysteme eingerichtet und verwaltet, sowie den verschiedenen Gruppen zugeordnet.

    IP Restrictions
    Sind IP-Restriktionen auf Clientbasis gewünscht, so können die Regeln hier erstellt werden.


    Resources


    Web Forwards
    Hier steht ein Assistent bereit, der die Weiterleitung von Intranet-Webseiten für verschiedene Anwendungs- Szenarien im Dialog einrichtet.

    Network Places
    Die Zugriffsverwaltung auf Windows, Samba, CIFD, lokaler Speicher oder per FTP ist hier einzurichten.

    Applications
    Anwendungen die im Configuration/ Extension Manager installiert worden sind müssen hier eingerichet werden, sowie einer Policies zugeordnet werden. Weitere Anwendungen sind auf der 3sp.com zu finden.

    SSL-Tunneling
    Hier können SSL - Verbindungen auf Server und Client in Ihrem Netzwerk konfiguriert werden. Unter Verwendung von SMTP und POP-Protokollen kann auch ein lokaler Email-Client eingerichtet werden.

    Profiles
    Hier können Globale Profile angelegt und verwaltet werden die Policies zugeordnet werden.


    System


    Status
    Anzeige des aktuellen Zustands des SSL-Explorer einschließlich angemeldeten Benutzer und deren Speicherzuweisung sowie weitere Informationen über Ihre Hardware.

    Message Queue
    Versenden von Nachrichten und Anzeige des Auslieferungszustandes.

    Shutdown
    Beenden und Neustart des SSL-Explorer-Dienstes mit der Möglichkeit eines Nachrichtenversandes.


    Toggle options view
    Optionen ein- und ausblenden.
    SSL-Explorer Agent
    starten und stoppen des SSL-Explorer Agenten.
    Home
    Startseite
    User Console
    Umschalten auf die Anwenderumgebung (Testen)
    Management Console
    Umschalten auf die Administrationsumgebung
    Help
    Hilfe ohne Bezug auf die Umgebung
    Logoff
    Abmeldung


    Erste Schritte

    Admin ändern

    Das Konto Admin ist sehr schützenswert, da es naturgemäß alle Einstellungen vornehmen kann. In der Management Console klicken wir auf Access Control / Accounts. Nun werden uns alle User angezeigt die im System angelegt worden sind. Im Moment beschränkt sich die Liste auf den Admin den wir mit einem klick auf bearbeiten können. Im Reiter Details kreuzen wir Reset password an und Im Reiter Security Questions sollten wir für jede Frage die nach dem Login erscheint einen überlegten Text eintragen. Sind alle Angaben vollständig kann das ganze gespeichert werden. Jetzt erscheint die Abfrage des neuen Passwortes.
    Hierzu überlegen sie sich bitte ein Internetfestes Passwort welches keine Namen oder Begriffe beinhaltet sowie min. zwei Zahlen und min. 2 Sonderzeichen!
    Damit die zusätzlichen Fragen bei der Anmeldung auch erscheinen schalten wir diese unter Access Control / Authentication Schemes unter der Zeile Default klicken wir auf das Bild_edit ( ). Im Reiter Modules verschieben wir Personal Questions (Secondary) in den Bereich Selected modules (rechts).
    So jetzt nerven wir alle Anwender mit der zusätzlichen Frage, solange wir nicht uns mit dem ausgefeilten Rechtesystem auseinander gesetzt haben.

    Weitere Anwender anlegen

    Um weitere Anwender anzulegen gehen wir in Access Control / Accounts und klicken auf Create Account (rechts oben unter Actions)
    Tragen wir im ersten Reiter Details den Usernamen ein, dieser ist auch der Anmeldename.
    Die Felder Fullname und Email ausfüllen und das Enable anhaken.
    Im Reiter Profiles muss nichts geändert werden, sollte aber auf default gestellt werden um den Anwender nicht zu verwirren.
    Im Reiter Security Questions tragen wir keine Werte ein, die soll der Anwender sich selbständig aussuchen.
    Nach dem Speichern (Save) erscheint die Passworteingabe, hier tragen wir ein Standardpasswort ein, welches wir den Anwender mitteilen. Damit der Anwender auch sein Passwort ändern muss hacken wir Force user to change password at next logon an.

    Weitere Anwender können Sie nach dem gleichem Schema anlegen, für die Verwaltung steht zur Verfügung.

    Erstellen wir eine neue Anwendung (Putty)

    Am einfachsten ist es wenn wir eine Anwendung für den Linux - Rechner installieren, dazu eignet sich Putty hervorragend.
    Gehen wir auf Extension Store unter Management Console / Configuration / Extension Manager und Reiter Remote Access. Um Putty zu installieren klicken wir in der Zeile auf , Putty wird installiert und erscheint jetzt im Reiter Installed.
    Die Anwendung kann jetzt unter Resources / Applications erstellt werden. Hierzu klicken wir auf Create Application Shortcut (oben rechts unter )
    Im erstem Schritt markieren wir die entsprechende Applikation Putty und klicken Next.
    Im zweitem Schritt vergeben einen sprechenden Namen wie Putty (LUG) und unter Description: geben wir eine Erläuterung ein wie Zugang über Putty auf dem Server LUG.
    Das Feld Add to favorites markieren wir und klicken auf Next.
    Im dritten Schritt geben wir die IP-Adresse des Linux-Rechners an, sowie den Benutzernamen an. Das Protokoll sowie die Portnummer können bestehen bleiben.
    Im viertem Schritt ordnen wir die noch einzige Policy den verwendeten Bereich zu (rechts).
    Im vorletzten Schritt bestätigen wir die gemachten Angaben.
    Im letzten Schritt beenden wir den Wizard und die Applikation steht bereit.

    Trockenschwimmer

    Testen wir das frisch erstellte Programm Putty ohne Internetverbindung aber mit SSL und einen entsprechenden Anwender usw... .
    Melden wir uns ab (oben rechts ->] ) und melden uns wieder als normaler Benutzer an.

    Das Benutzerinterface erscheint.
    Hier kann der Anwender seine freigeschalteten Programme starten und sein Passwort mit den Attributen verwalten.
    Starten wir Putty mit einem klick darauf.
    Alle Vertrauensfragen bestätigen!

    Putty erscheint und kann wie immer verwendet werden.
    Alle diese Meldungen werden auch bei Ihren Benutzern auftauchen, solange man kein SSl-Root-Zertifikat das vertrauenswürdig ist, in den SSL-Explorer importiert hat. Natürlich wird eine SSL-VPN verschlüsselte Verbindung aufgebaut! Eine SSL-Zertifikat gibt es ab ca. 20 Euro pro Jahr.
    Entweder Anwender schulen und eine eigene Hotline aufbauen, oder in die Portokasse greifen.

    Clientbetriebssystem

    Leider besteht eine Abhängigkeit bei dem verwendeten Betriebssystem des Client, wenn Programme direkt auf dem Client ausgeführt werden, dieses ist bei Putty und RDP Terminalserver der Fall. Sollten die Anwender unterschiedliche Betriebssysteme verwenden, sollte in der Namensgebung dieses vermerkt sein.
    Die Anwendung müssen auf dem Client vorhanden sein, wenn sie keine Java Programme sind!

    Gruppenbildung / Berechtigungen

    Gehen wir davon aus, das Sie eine Gruppe Anwender haben die nur per RDP auf einen Server dürfen und eine Gruppe Admins die eine Menge dürfen. Jeweils ein Account pro Gruppe ist angelegt.
    Gruppe:
    Gehen wir auf Access Control / Groups und legen die Gruppe G_User an (Create Group rechts oben).
    Tippen Sie im Feld Account den Anfangsbuchstaben Ihres Users ein und der User erscheint und kann mit der Maus ausgewählt werden. Mit einem Klick auf Add verschieben Sie den User nach rechts und fügen somit diesen User der Gruppe hinzu.
    Policies:
    Gehen wir auf Access Control / Policies und legen die Policy P_User an an (Create Policy rechts oben). Im Reiter Detail vergeben Sie den Namen und eine Beschreibung. Im Reiter Principals tragen wir nach dem gleichen Prinzip die Gruppe G_User in das Feld Selected Groups ein.
    Access Rights:
    Gehen wir auf Access Control / Access Rights und legen die Rechte PR_User an (Create Personal Right rechts oben). Diese Rechte werden nur zur Anmeldung benötigt, Administrative Rechte benötigt kein Anwender. Füllen Sie entsprechenden Felder im Reiter Details aus und gehen anschließend in den Reiter Access Rights. Hier können Sie alle Berechtigung nach rechts schieben außer Language Change was noch nicht unterstützt wird (leider). Im Reiter Policies sollte nur P_User stehen. Sollte ein Anwender z.B. sein Passwort nicht ändern dürfen können Sie diese Berechtigung (Reiter Access Rights) nach links schieben (Password Change). Damit diese Berechtigung auch greifen muss die Policies von Global Permissions leer sein!
    Resources:
    Welche Anwendungen der Anwender sieht und anwenden kann, steuern Sie in den Resourcen unter den Reiter Policies. Schieben Sie nur die Gruppe nach rechts die auch diese Anwendung starten dürfen.

    Und jetzt geht's ans testen!

    RDP-Client's

    Welchen RDP-Client nehmen wir jetzt den?
    Der Remote Desktop Protocol (RDP) ist in Java geschrieben und funktioniert auch unter Linux. Im Fullscreen-Modus ist kein Unterschied mehr zum lokalen arbeiten. Lokale Ressourcen können nicht verwendet werden (was auch nicht mein Ziel ist). Im direkten Vergleich mit dem MS-Client ist er ein bisschen träger.
    Der Microsoft RDP Client benötigt ein aktuelles Windows als Betriebssystem auf dem RDP installiert ist. Die Einstellungen sind weitreichender, es können auch lokale Ressourcen eingebunden werden. das Caching macht sich schon bemerkbar. Der Fullscreen- Modus hat noch den typischen RDP- Balken oben, was ja auch seine Vorteile hat.
    Ich habe beide Clients angeboten.

    Citrix Java Client

    Den aktuellen Java Client finden Sie unter Citrix.com. Gehen Sie auf Support / Download und klicken auf Citrix Client. Hier wählen Sie den Java Client und laden Ihn herunter. Entpacken Sie die Datei in einem eigenen Verzeichnis mit dem Namen JICAComponents und entfernen Sie die geladene Zip-Datei. Laden Sie sich die extension.xml und legen Sie diese Datei entpackt ins Root Ihres Ordners ab (ohne extension.zip). Erzeugen Sie eine Zip-Datei aus dem Ordnerinhalt JICAComponents (7-Zip). Diese können Sie sich auch von der LUG liegende JICAComponents.zip laden.
    Im SSL-Explorer, gehen Sie auf Management Console / Configuration / Extension Manager / Upload Extension und laden Sie die erzeugte Datei.
    Die Einstellungen in der Applikation sind gering, außer Hostname, Applikation und Bildschirmgröße gibt es nichts zum einstellen.
    Mit der Applikation desktop hat der Anwender alle seine Programme unter Citrix zur Verfügung (SUPER).

    SSL-Tunnel

    In die Tunnel-Verwaltung gelangen Sie über die "Management Console" , "Resources", "SSL Tunnels". Über "Create Tunnel" wird der erste Tunnel angelegt. Im ersten Fenster wird eine aussagekräftiger Name vergeben und eine Beschreibung des Tunnels. Im zweiten Fenster geben Sie die Quelle und das Ziel des Tunnels an. Die Quelle ist am sinnvollsten die localhost 127.0.0.1 und Ports 80. Ein Autostart der Verbindung kann gesetzt werden. Der Tunnel ist einsatzbereit.

    Router

    Nach dem der Trockenschwimmertest erfolgreich verlaufen ist, können wir eine Verbindung aus dem Internet aufbauen.

    Hierzu muss die Firewall des Routers so angepasst werden, das alle Anfragen aus dem Internet auf den Port 443 (SSL) auf unserem SSL-Explorer auf den Port 443 weitergeleitet werden.


    Bei der Fritz-Box schaut das ganze sehr leicht aus, unter Einstellungen / Internet / Portfreigabe / SSL Verschlüsselung kann unter "an IP-Adresse" der SSL-Explorer eingetragen werden.
    Bei anderen Routern schaut das ganze ähnlich aus.

    Für den ersten Verbindungstest aus dem Internet benötigen Sie noch Ihre Internet-Adresse entweder aus Ihrem Router oder von dieser Seite:

    Die aktuelle IP-Adresse ist: 54.145.96.122


    Von einem anderen Internetanschluss geben Sie https://ip-adresse ein und der SSL-Explorer-Anmeldung erscheint.

    Natürlich haben Sie morgen eine andere IP und müssen somit den Vorgang erneut durchführen. Abhilfe schaffen DynDNS.org und deren Kollegen, bei denen eine Alias-Adresse zur Verfügung steht.

    Anpassungsmöglichkeiten

    Es gibt folgende Dateien die händisch angepasst werden können:

    · /opt/sslexplorer-1.0.0_RC17/sslexplorer/webapp/theme/default/images/banner.gif
    · /opt/sslexplorer-1.0.0_RC17/sslexplorer/webapp/WEB-INF/classes/com/sslexplorer/navigation/ApplicationResources.properties
    · /opt/sslexplorer-1.0.0_RC17/sslexplorer/webapp/WEB-INF/classes/com/sslexplorer/security/ApplicationResources.properties
    · /opt/sslexplorer-1.0.0_RC17/sslexplorer/webapp/WEB-INF/classes/com/sslexplorer/properties/ApplicationResources.properties
    · /opt/sslexplorer-1.0.0_RC17/sslexplorer/build/webapp/META-INF/userAttributes-definitions.xml

    Hier wurden hauptsächlich Übersetzungen sowie Anpassungen im Anmeldebereich vorgenommen um es den Anwender so einfach wie möglich zu machen.

    Übersetzter SSL-Explorer Übersetzter SSL-Explorer
    Meine geänderten Dateien

    Nachfolger von SSL-Explorer

    Nach dem die Firma 3SP Ltd. nun offiziell von Barracuda Networks übernommen wurde, ist die Technologie des SSL-Explorer in ihr eigenes kommerzielles Produkt "Barracuda SSL VPN" integriert worden. Die Weiterentwicklung von SSL-Explorer wurde von der Community mit den Namen Adito übernommen.
    Die Installation und die Einstellungen laufen gleichartig ab, nur die Buttons und einige Beschreibungen haben sich geändert.

    Links

    Download SSL-Explorer / Remotedesktop von Windows
    DynDNS einrichten - DynDNS Tutorial
    Meine IP-Adresse
    JAVA - Download für den Browser (» Windows » Solaris » Linux » Apple)
    Anleitung für Endanwender an den SSL-VPN Zugang
    SSL-Explorer Knowledge base 3SP

    Installation_Wizard
    Network_Places
    Remote_Administration
    Replacement_Proxy
    Tunneled
    Web_Forwarding

    Schlusswort

    SSL-VPN kann ich jetzt von meiner Wunschliste streichen.
    Antriebsfeder des Projekts war nicht unbedingt die Private Nutzung des Systems, sondern die unverschämt hohen Preise einer SSL-VPN Lösung aus dem Bezahl-Lager für mein Unternehmen.
    Ich muss jetzt nicht mehr, nur wegen einer Kleinigkeit ins Unternehmen, sondern kann es direkt von zu Hause aus machen. Der SSL-Tunnel der durch einen beliebigen lokaler Port auf den Port eines entfernten Rechners erstellt wurde, dient uns nur als NOT-Zugang des Systems für Admins.
    Die Einrichtung weiterer Anwendungen für unsere Anwender verlief weitgehend unproblematisch.
    Es soll nicht darüber hinweg täuschen, das dieses Projekt geplant werden muss. Auch die Einsicht von Daten außerhalb des Unternehmens sind nicht immer unproblematisch. Ein Gespräch mit dem Datenschutzbeauftragten sollte nicht vergessen werden.


    Viel Spaß

    Matthias Wulff


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